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IFFF/WILPF

Die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit ist eine internationale Nichtregierungsorganisation mit nationalen Sektionen in über 40 Ländern und allen Kontinenten dieser Welt. Die IFFF/WILPF besitzt Beraterstatus* bei verschiedenen Gremien der Vereinten Nationen (UN) mit einem internationalen Büro in Genf und einem New Yorker Büro, das sich vor allem der Arbeit der UN widmet.

WILPF ist die älteste Frauen-Friedensorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung mitten im ersten Weltkrieg 1915 in Den Haag richtet sie sich gegen alle Formen von Krieg und Gewalt. Sie war maßgeblich an der Gründung der Vereinten Nationen (UN) beteiligt. Die IFFF/WILPF beteiligt sich an internationalen Kongressen und Weltfrauenkonferenzen und setzt sich auf nationaler Ebene für ihre Ziele ein. Mehr über WILPF ›

Aktion Aufschrei

Bundesweite Veranstaltungstermine der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel unter: http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html.

Neuigkeiten

26.01. 2008

Gaza: Ein israelischer Aufruf zu dringendem Handeln

Sechs Friedens- und Menschenrechtsorganisationen aus Israel wenden sich an die Weltöffentlichkeit. Von AIC, Bat Tsafon, Gush Shalom, ICAHD, PHR, Women's Coalition for Peace, 21. Januar 2008

Wir, die unten aufgeführten israelischen Organisationen, bedauern die Entscheidung der israelischen Regierung, die lebensnotwendige Versorgung sowohl mit Elektrizität, Benzin (und in der Folge auch mit Wasser, da die Pumpen nicht funktionieren) als auch mit unentbehrlichen Nahrungsmitteln, Medizin und weiteren, für die humanitäre Versorgung der Zivilbevölkerung Gazas wichtigen Gegenständen, abzustellen. Diese Handlungsweise stellt ein klares und eindeutiges Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar.

Prof. John Dugard, der UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechte in den palästinensischen Gebieten, nannte die Handlungen der israelischen Regierung "schwere Kriegsverbrechen", für welche die verantwortlichen Beamten verfolgt und bestraft werden sollten. Die Ermordung von über 40 Zivilisten in der letzten Woche verletze "das strenge Verbot der kollektiven Bestrafung, das in der Vierten Genfer Konvention enthalten ist. Sie verstößt ebenfalls gegen eines der wichtigsten Prinzipien des humanitären Völkerrechts: Militärische Aktionen müssen zwischen militärischen und zivilen Zielen unterscheiden." Tatsächlich hat der rechtliche Rahmen, auf den sich die israelische Regierung beruft, um diese illegalen und unmoralischen Akte durchzuführen - und der Gaza zu einer "feindlichen Einheit" innerhalb "eines Konfliktes, der beinahe ein Krieg ist" erklärt - absolut keinen Rückhalt im internationalen Recht.

Wir fordern den UN-Generalsekretär, Herrn Ban Ki-Moon, auf, den Sicherheitsrat auf der Dringlichkeitssitzung am Mittwoch zu der entschlossenen Entscheidung zu führen, dass die Belagerung Gazas beendet wird.

Wir fordern die Regierungen der Welt, insbesondere die US-amerikanische Regierung und das Europäische Parlament, auf, die israelischen Handlungen scharf zu kritisieren und angesichts jüngster Versuche, den diplomatischen Prozess wiederzubeleben, alle Angriffe auf Zivilisten sowie die zahlreichen Abrisse palästinensischer Wohngebäude zu beenden.

Wir fordern die Juden der Welt, in deren Namen die israelische Regierung vorgibt zu sprechen, insbesondere ihre Rabbis und Gemeindevorsteher, auf, sich unmissverständlich gegen dieses Vergehen an dem moralischen Kern der jüdischen Werte auszusprechen.

Und wir fordern die Völker der Welt auf, gegenüber ihren Staatsoberhäuptern und Regierungsbeamten ihre Ablehnung dieser grausamen, illegalen und unmoralischen Handlung zu äußern - einer Handlung, die in ihrer Grausamkeit in einer bereits tyrannischen israelischen Besetzung herausragt.

Wir verurteilen alle Angriffe auf Zivilisten und wir erkennen das Leiden der Bewohner von Sderot an. Trotzdem rechtfertigen diese Angriffe nicht die massive Unverhältnismäßigkeit der israelischen Sanktionen gegen 1,5 Millionen Zivilisten in Gaza, insbesondere im Hinblick auf die 40 Jahre andauernde grausame Besetzung durch Israel. Solche Verstöße des internationalen Rechts durch eine Regierung sind besonders schwerwiegend und müssen angeprangert und bestraft werden, wenn das System der Menschenrechte und des internationalen Rechts erhalten werden soll.

Die Entscheidung der israelischen Regierung, die Zivilbevölkerung in Gaza zu bestrafen, mit all dem menschlichen Leid, das dies mit sich bringt, stellt Staatsterrorismus gegen unschuldige Menschen dar. Nur wenn die politisch Verantwortlichen in Israel für ihre Taten verantwortlich gemacht werden und das internationale Recht gewahrt wird, wird ein gerechter Frieden im Nahen Osten möglich sein.

Unterzeichnet: The Alternative Information Center * Bat Tsafon * Gush Shalom * The Israeli Committee Against House Demolition (ICAHD) * Physicians for Human Rights * The Woman's Coalition for Peace

Übersetzung aus dem Englischen: J. Kroll


GAZA: AN ISRAELI CALL FOR URGENT ACTION

We, the Israeli organizations signed below, deplore the decision by the Israeli government to cut off vital supplies of electricity and fuel (and therefore water, since the pumps cannot work), as well as essential foodstuffs, medicines and other humanitarian supplies to the civilian population of Gaza. Such an action constitutes a clear and unequivocal crime against humanity.

Prof. John Dugard, the UN Special Rapporteur for Human Rights in the Palestinian Territories, called the Israeli government’s actions “serious war crimes” for which its political and military officials should be prosecuted and punished. The killing of more than 40 civilians this past week violates, he said, “the strict prohibition on collective punishment contained in the Fourth Geneva Convention. It also violates one of the basic principles of international humanitarian law that military action must distinguish between military targets and civilian targets.” Indeed, the very legal framework invoked by the Israeli government to carry out this illegal and immoral act – declaring Gaza a “hostile entity” within a “conflict short of war” – has absolutely no standing in international law.

We call on the Secretary General of the UN, Mr. Ban Ki-Moon, to lead the Security Council to a decisive decision to end the siege on Gaza when it meets in emergency session on Wednesday.

We call on the governments of the world, and in particular the American government and the European Parliament, to censure Israel’s actions and, in light of recent attempts to revive the diplomatic process, to end all attacks on civilians, including the continuing demolition of Palestinian homes at an alarming rate.

We call upon the Jews of the world in whose name the Israeli government purports to speak, and upon their rabbis and communal leaders in particular, to speak out unequivocally against this offense to the very moral core of Jewish values. And we call upon the peoples of the world to let their officials and leaders know of their repudiation of this cruel, illegal and immoral act – an act that stands out in its cruelty even in an already oppressive Israeli Occupation. We condemn attacks on all civilians, and we acknowledge the suffering of the residents of Sderot. Still, those attacks do not justify the massive disproportionality of Israeli sanctions over a million and half civilians of Gaza, in particular in light of Israel’s oppressive 40 year occupation. Such violations of international law by a government are especially egregious and must be denounced and punished if the very system of human rights and international law is to be preserved.

The Israeli government’s decision to punish Gaza’s civilian population, with all the human suffering that entails, constitutes State Terrorism against innocent people. Only when Israeli policy-makers are held accountable for their actions and international law upheld will a just peace be possible in the Middle East.

The Alternative Information Center * Bat Tsafon * Gush Shalom * The Israeli Committee Against House Demolitions (ICAHD) * Physicians for Human Rights * The Women's Coalition for Peace

Source: www.alternativenews.org

Quelle: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Palaestina/gaza14.html

 


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