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Frauen schützen das Klima - Frauen fordern Klimaschutz!
genanet führte am Internationalen Frauentag 2007 eine Aktion am Hackeschen Markt in Berlin-Mitte durch, mit der den Stimmen von Frauen zum Klimaschutz Gehör verschafft werden soll.
Frauen, die sich für Ökologie einsetzen
Jean Grossholtz
Jean Grossholtz, Women and Life on Earth (Nordamerika-) Co-Koordinatorin, ist Professorin für Women’s Studies am Mt. Holyoke College. Jean half die “Women's Pentagon Action” (1980-82) zu organisieren und war lange in der Arbeit für Frieden und soziale Gerechtigkeit tätig. Sie ist Mitglied von lokalen, regionalen, und internationalen Netzwerken für Ernährungssicherheit und Globalisierungsfragen und war Gründungsmitglied von “Diverse Women for Diversity”.
http://www.diversewomen.org/
Wangari Maathai
Wangari Muta Maathai (* 1. April"1940 in Nyeri, Kenia) ist eine kenianische Professorin und Wissenschaftlerin und seit 2002 stellvertretende Ministerin für Umweltschutz.
Im Jahr 2004 erhielt dieUmweltaktivistin, die in zielstrebiger Förderung von afrikanischer Frauenpolitik die beste Vorbeugung gegen Wasser- und andere Umweltschäden sieht, als erste afrikanische Frau den Friedensnobelpreis.
Texte von und über Wangari Maathai
Herbstblätter unter Wasser
In Erinnerung an die Opfer des Tsunami
Tofukuji Temple, Kyoto @ Jan Oberg 2004
Ökofeminismus
Dossier von ceiberweiber.at
"Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik sind nicht geschlechtsneutral"
Interview für den Newsletter des Rats für nachhaltigke Entwicklung mit Ulrike Röhr und Anja Wirsing von genanet - Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit.
Manche Themen haben es unendlich schwer, bis sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Das galt lange Zeit auch für das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung und ist heute noch der Fall, wenn Nachhaltigkeit unter Aspekten der Geschlechtergerechtigkeit thematisiert wird. Ulrike Röhr und Anja Wirsing von genanet - Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit erklären im Interview, warum das so ist – und welche Potenziale dadurch brach liegen.
Auf Ihrer Website begrüßen Sie Besucher mit dem Satz „Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik sind nicht geschlechtsneutral“. Wie kann man das verstehen?
Ulrike Röhr: Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik sind in der Tat nicht geschlechtsneutral. Die Lebensrealitäten und Sichtweisen von Frauen und Männern unterscheiden sich – nicht nur im Alltag, sondern auch in der Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik.
Das Wissen um diese Unterschiede muss in die Politik einfließen. Wir müssen also etwa berücksichtigen, dass Frauen immer noch weitgehend für die Versorgung gegenwärtiger und zukünftiger Generationen zuständig sind. Die Bedürfnisse und Interessen von Frauen werden jedoch in der Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik selten gehört. Die Wirtschaft gibt auch hier den Ton an.
Außerdem zeigen Studien, dass Frauen und Männer Risiken, wie beispielsweise den Klimawandel, unterschiedlich wahrnehmen: Frauen weisen eine höhere Risikosensibilität auf – daraus folgt auch, dass sie die Erfolge der Klimapolitik weniger positiv bewerten als Männer und andere Maßnahmen und Schritte bevorzugen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen. So erklärt sich das Eingangsstatement auf unserer Website.
Genderaktivitäten bei der COP12/COP-MOP2 in Nairobi
genanet, die Leitstelle Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit berichtete über ihre Aktivitäten bei der 12. UN-Klimakonferenz vom 6. bis 17. November 2006 in Nairobi/Kenia:
Annabell Waititu, Kenia, gab am letzten Tag der UN-Klimakonferenz im Namen von genanet/LIFE e.V. ein Statement im Plenum ab. Das Statement hob die Auswirkungen des Klimawandels auf Frauen in Afrika und in anderen Regionen der Welt hervor und drückt den dringenden Bedarf an Bildung und Informationen, Technologietransfer und Ressourcen jeglicher Art aus – besonders für Frauen und vor allem für Frauen in Afrika. Die Frauen, die sich auf der COP12 regelmäßig trafen, fordern einen kreativen und integrierten Ansatz in der Klimapolitik und bieten den Regierungen an: „Wenn es euch an Ideen fehlt, die Frauen haben sie und geben sie gern weiter!“
Statement der Frauen-AG bei der Plenarsitzung der 12. Vertragsstaatenkonferenz der Klimaschutz-Rahmenkonvention Nairobi (2 Seiten pdf), 17. November 2006 vorgetragen von Annabell Waititu, als Repräsentantin von LIFE e.V./genanet und der Frauen-AG in Nairobi.
Wangari Maathai: Klimaschutz braucht Gerechtigkeit
Die in Nairobi beschlossenen Fonds sind ein wichtiger Schritt. Warum aber in Afrika eingespartes Kohlendioxid viel weniger wert sein soll als in Europa, das kann Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai nicht verstehen.
"Wir sind die Generation, die es noch schaffen kann, den Klimawandel aufzuhalten. Das Problem ist, dass sich viele Menschen an ihren derzeitigen Lebensstil gewöhnt haben. Wenn die Menschen in Afrika "fahren", fahren sie meistens mit dem Fahrrad. In den reichen Ländern bedeutet "fahren" natürlich Auto."
taz-Interview am 18.10. anläßlich der Klimakonferenz

