UN beschließen historisches Abkommen 7. Juli 2017 122 Staaten haben am Freitagmorgen bei den Vereinten Nationen in New York einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet. Nach Jahrzehnten stockender Abrüstung senden sie eine klare Botschaft an die Atomwaffenstaaten... mehr

IFFF/WILPF

Die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit ist eine internationale Nichtregierungsorganisation mit nationalen Sektionen in über 40 Ländern und allen Kontinenten dieser Welt. Die IFFF/WILPF besitzt Beraterstatus* bei verschiedenen Gremien der Vereinten Nationen (UN) mit einem internationalen Büro in Genf und einem New Yorker Büro, das sich vor allem der Arbeit der UN widmet.

WILPF ist die älteste Frauen-Friedensorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung mitten im ersten Weltkrieg 1915 in Den Haag richtet sie sich gegen alle Formen von Krieg und Gewalt. Sie war maßgeblich an der Gründung der Vereinten Nationen (UN) beteiligt. Die IFFF/WILPF beteiligt sich an internationalen Kongressen und Weltfrauenkonferenzen und setzt sich auf nationaler Ebene für ihre Ziele ein. Mehr über WILPF ›

Aktion Aufschrei

Bundesweite Veranstaltungstermine der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel unter: http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html.

Neuigkeiten

17.07. 2007

17.000 Postkarten für das Recht auf Nahrung in Paraguay

FIAN fordert die Rückgabe des Landes der indigenen Yakye Axa im paraguayischen Chaco. Mehr als 17.000 unterschriebene Postkarten zugunsten der indigenen Gemeinde Yakye Axa wurden am 13.7. im Beisein von Vertretern der lokalen Organisation Tierraviva an die zuständigen Regierungsbehörden übergeben.

FIAN führte zusammen mit dem Weltgebetstag der Frauen am 2. März bundesweit eine Postkartenaktion durch, um auf die Situation der Yakye Axa aufmerksam zu machen: 90 Familien der genannten Gemeinde campieren seit 1996 unter extrem schlechten Lebensbedingungen in der Nähe ihres einstigen Gemeinschaftslandes Lomo Verde und kämpfen ums Überleben und den Zugang zu ihrem traditionellen Land.

Die Besetzung und wirtschaftliche Ausbeutung ihres Landes durch Viehzüchter veranlassten die Yakye Axa 1986 ihr traditionelles Gebiet in Lomo Verde zu verlassen. Zehn Jahre später (1996) wurde ihnen bei der Rückkehr nach Lomo Verde der Zugang verwehrt - dieses Land ist heute Eigentum des Viehzuchtunternehmens Lomo Verde S.A.. Seitdem leben die Familien am Rande der Bundesstraße im Department Presidente Hayes in unmittelbarer Nähe ihres ehemaligen Siedlungsgebiets. Sie verfügen weder über eine angemessene Unterkunft, sanitäre Anlagen, Elektrizität, Wasserversorgung noch über eine Schule für ihre Kinder. Ohne Zugang zu Land ist eine Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln nicht möglich.

Die erfolglose Rückforderung des Landes auf nationaler Ebene führte zur Verhandlung des Falls der Yakye Axa vor dem Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte. Das Gericht entschied am 17. Juni 2005, Paraguay habe dafür zu sorgen, dass die Indigenen ihr Land zurückbekommen. Außerdem wurden Überbrückungs- und Entschädigungsmaßnahmen angeordnet. Dem ist der Staat Paraguay in den entscheidenden Punkten bis heute nicht nachgekommen. Die sofortige und vollständige Umsetzung des Urteils steht im Mittelpunkt der Forderungen von FIAN, Tierraviva und den Tausenden von engagierten Frauen, die sich - vor allem in Deutschland - anlässlich des Weltgebetstages an der Postkartenaktion beteiligt haben.

Kontakt: Verena Albert, FIAN- Deutschland. Tel.: 0221- 7020072
FIAN-Deutschland, Düppelstr. 9-11, 50679 Köln, Tel.: 0221- 7020072, Fax: 0221 - 7020032, Email: info(at)fian.de, www.fian.de


„Wir sind überwältigt von der Anzahl der eingetroffenen Postkarten, die von Tausenden Menschen aus ganz Deutschland zugunsten der indigenen Gemeinde unterschrieben wurden“, so Irio Conti, Vorstands-Mitglied der internationalen Menschenrechtsorganisation FIAN in Asunción am Tag vor der Übergabe der Karten an die zuständigen Regierungsbehörden. „Ohne das Engagement dieser Frauen wäre die Aktion sicherlich nicht so ein großer Erfolg gewesen“, fügte Oscar Ayala, Koordinator der lokalen Menschenrechtsorganisation Tierraviva, hinzu. [mehr..]


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