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IFFF/WILPF

Die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit ist eine internationale Nichtregierungsorganisation mit nationalen Sektionen in über 40 Ländern und allen Kontinenten dieser Welt. Die IFFF/WILPF besitzt Beraterstatus* bei verschiedenen Gremien der Vereinten Nationen (UN) mit einem internationalen Büro in Genf und einem New Yorker Büro, das sich vor allem der Arbeit der UN widmet.

WILPF ist die älteste Frauen-Friedensorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung mitten im ersten Weltkrieg 1915 in Den Haag richtet sie sich gegen alle Formen von Krieg und Gewalt. Sie war maßgeblich an der Gründung der Vereinten Nationen (UN) beteiligt. Die IFFF/WILPF beteiligt sich an internationalen Kongressen und Weltfrauenkonferenzen und setzt sich auf nationaler Ebene für ihre Ziele ein. Mehr über WILPF ›

Aktion Aufschrei

Bundesweite Veranstaltungstermine der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel unter: http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html.

Neuigkeiten

19.03. 2007

Kolumbien: entführte Menschenrechtlerin Katherine González freigelassen

Die am 13. Februar entführte Mitarbeiterin Katherine González der kolumbianischen Frauenorganisation OFP (Organización Femenina Popular) ist wieder frei.

Die OFP erklärte dazu am 12. März:

Katherine González ist zurück und sicher. Ihre Verschleppung war politisch motiviert. Dank Gott und dank vieler lokaler, nationaler, und internationaler Interventionen wurde Katherine González Torres am 12. März 2007 freigelassen, 27 Tage nach ihrer Entführung.

Gegen vier Uhr morgens wurde sie mit verbundenen Augen in der Nähe des Passagierterminals in Bucaramanga zurückgelassen.

Nach Katherines Bericht für die Anzeige bei den Behörden wurde sie vom ersten Tag der Entführung an in einen kalten, dunklen Raum gesperrt, terrorisiert und psychisch gefoltert. Ihre Kidnapper sprachen von der OFP und dem internationalen Skandal, den es gebe. Sie hatten über ihre Rückkehr in den letzten drei Tagen nachgedacht.

Ihre Augen wurden verbunden, sie wurde auf den Boden eines Autos gesetzt und einige Minuten herumgefahren, bevor sie sie in der Nähe des Terminals ließen, wo sie ihr sagten, sie solle eine ausreichend lange Weile abwarten, bevor sie versuche, ihre Familie zu kontaktieren. Sie warnten sie davor, die Polizei zu kontaktieren.

Wir verurteilen die Verschleppung von Katherine González Torres als direkte Aggression gegen die Organización Femenina Popular. Es bereitet uns SOrge, dass es am 13. Februar geschah, einen Tag nachdem Espacio de Trabajadores y Trabajadoras de Derechos Humanos (Arbeiter und Arbeiterinnen für Menschenrechte) den Machtmissbrauch verdeckter Mitglieder der Nationalen Armee, des Caldas-Battallion in Bucaramanga und den Versuch, Herrn. Alberto Pumarejo Arias verschwinden zu lassen. verurteilte. Seitdem wurde ihm humanitärer Schutz in einem des Hauptquartiere der OFP gewährt, als Schutz während der Untersuchung.

  • Wir fordern eine Untersuchung der Vorfälle und Strafen für die Verantwortlichen
  • Wir fordern einen offiziellen Bericht über die Aktivitäten der Behörden im Laufe der Untersuchen, denn nach Vizepräsident Francisco Santos wurden sie bereits vollständig darüber informiert, was Katherine passiert ist.
  • Wir fordern Ergebnisse in der Untersuchung des versuchten Verschwinden-Lassens von Alberto Pumarejo am 9. Februar, vier Tage vor der Entführung von Katherine.
  •  Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, die Untersuchung weiter zu beobachten und konkrete Ergebnisse von den Behörden zu fordern
  • Wir rufen gesellschaftliche Organisationen, Frauenorganisationen und MenschenrechtsaktivistInnen auf, weiter Druck auszuüben, um die Menschenrechte zu wahren
  • Wir drücken unsere Anerkennung für die internationale Gemeinschaft, die lokalen, regionalen und nationalen Organisationen und alle Menschen aus, die von verschiedenen kolumbianischen Behörden die sichere Rückkehr von Katherine González gefordert haben und ihre Solidarität mit unserer Freundin und Kollegin Sandra Gutierrez und der Organización Femenina Popular ausgedrückt haben.


Organización Femenina Popular
Barrancabermeja - Magdalena Medio - Kolumbien

 
(Übersetzung aus dem Englischen: WLOE e.V., englisches Original von Women in Black)


Katherine González entführt - Meldung vom 27.2.07

Nichtregierungsorganisationen hatten auf internationaler Ebene darüber informiert, dass die kolumbianische Menschenrechtlerin Katherine González vermisst werde. Seitdem sie am Dienstag (13. Februar) in ihrer Heimatstadt Barrancabermeja ihr Haus verlassen habe, um zur Arbeit zu gehen, sei sie nicht mehr gesehen worden. Seit einem Telefonat mir ihrer Familie, das sie anscheinend von ihrer Arbeit aus geführt hatte, habe man nichts mehr von ihr gehört.

Yolanda Becerra, die Sprecherin der Frauenorganisation „Organización Femenina Popular“, der auch Katherine González angehört, gab bekannt, dass ihre Kollegin sowohl bei den internationalen Organisationen als auch bei Regierungs- und Polizeibehörden in Kolumbien als vermisst gelte. Außerdem wies sie darauf hin, dass auch andere NGOs in dieser Region des Landes Drohungen gegen ihre Mitarbeiter anprangerten. Gemeinsam bitten sie die internationale Gemeinschaft um Unterstützung bei der Suche nach Katherine González. Bislang gebe es noch keine konkreten Hinweise auf deren möglichen Aufenthaltsort.

Die Frauenorganisation fordert die für Entführungen „zuständigen Behörden wie die Polizei, die Armee, die Gerichtspolizei SIJIN (Sección de Policía Judicial e Investigación) und den Geheimdienst DAS (Departamento Administrativo de Seguridad) auf, eine sofortige Suchaktion einzuleiten“. Katherine González müsse „gefunden werden, ohne dass sie Schaden an ihrer Person erleidet“. Staatsanwalt Edgardo Maya, der für den Nationalen Plan zur Suche nach verschwundenen Personen verantwortlich ist, wies darauf hin, dass in den vergangenen 20 Jahren an die 11.000 Menschen in Kolumbien verschwunden seien.

(Quelle: poonal)



Kolumbien: die Hoffnung lebt

Seit bald zwei Jahrzehnten arbeitet die Soziologin Yolanda Becerra als Leiterin der OFP (Organización Femenina Popular), der Frauenvolksorganisation in Barrancabermeja, dem Zentrum der kolumbianischen Erdölindustrie.
Trotz ständiger Lebensbedrohungen weitet die Frauenorganisation ihre Aktivitäten immer mehr in andere Regionen Kolumbiens aus. Drei ihrer Mitarbeiterinnen wurden in den letzten Jahren von den Paramilitärs ermordet, über 140 wurden mit dem Tod bedroht, mussten das Land verlassen oder in anderen Landesteilen untertauchen. Den Hass der Paramilitärs gegen ihre Organisation erklärt sich Yolanda Becerra so: „Wir sind eine BürgerInnenbewegung von Frauen der Basis, die für eine Veränderung der Strukturen dieser Gesellschaft eintreten.“ Seit Anfang der 1990er Jahre ist Barrancabermeja fest in Händen der Paramilitärs. Und das wird sich unter Staatspräsident Álvaro Uribe Vélez wohl nicht so schnell ändern, trotz des bereits Mitte vergangenen Jahres durchgeführten Demobilisierungsprozessess, bei dem von 30.000 Demobilisierten insgesamt nur an die 15.000 ihre Waffen abgaben – ein Teil von ihnen formierte sich in neuen paramilitärischen Gruppen. Für den kommenden 25. November ist in Zusammenarbeit mit dem Frauennetzwerk Ruta Pacífica, dem kolumbianischen Frauenmarsch, eine landesweite Massenmobilisierung gegen den Krieg mit Millionen von Frauen geplant. Ein Hauptanliegen der Bewegung ist es, ein nationales und internationales Netzwerk zu bilden und binnen zwei Jahren weltweit eine Million Freundinnen und Freunde zu gewinnen, um das Unterstützungsnetzwerk auszubauen und – über einen Betrag ab 5,- Euro – die finanzielle Autonomie der Organisation zu festigen.



Über die Spendenkampagne:

Organización Femenina Popular (OFP) Die OFP ist eine kolumbianische Basisorganisation für Frauen in Barrancabermeja, die Ausbildungsprogramme, Workshops und gesundheitsfördernde Maßnahmen anbietet, mit den Gewerkschaften kooperiert und sich an lokalen Entwicklungsprojekten beteiligt. Mit der OFP verbindet die Frauensolidarität eine lange Kooperation. Sie engagiert sich für Frauenrechte in Kolumbien und kritisiert scharf die Militarisierung Kolumbiens. Besonders in letzter Zeit war die OFP vermehrt den Angriffen von Paramilitärs ausgesetzt. Morddrohungen gegen die Aktivistinnen der 1200 Mitfrauen zählenden Organisation stehen an der Tagesordnung, ihre "Frauenhäuser" werden immer wieder in Brand gesteckt. Im Jahr 2001 erhielten die Mitarbeiterinnen insgesamt 45 Morddrohungen. Im Jänner 2002 wurde die Vorsitzende Patricia Ramirez von Paramilitärs entführt, Dank der internationalen Empörung aber wieder frei gelassen. Trotz dieser gefährlichen Situation arbeitet die Organisation mit Erfolg weiter und konnte ihren Wirkungsbereich auf die Hauptstadt Bogotá ausweiten, wo sie Mitte 2003 ihr zentrales Koordinationsbüro eröffnete. Die Zeitschrift Frauensolidarität berichtet laufend über die Situation der OFP. (Vgl. FS 84/2003, S. 29)
Eure/Ihre Spende unterstützt die OFP in dieser schwierigen Zeit und hilft mit, dass ihre wichtige Arbeit überhaupt aufrechterhalten werden kann.

(Kontakt: femenina(at)colnodo.apc.org)

Spendenkonto Österreich:
PSK, Konto Nr. 93.009.458 (BLZ 60.000)
S.W.I.F.T.: OPSKATWW
IBAN: AT44 6000 0000 9300 9458

lautend auf Frauensolidarität

Mehr Informationen:

Killertrupps gegen Fraueninitiative

Wie kolumbianische Frauen ihr Selbstbewusstsein stärken

Organización Femenina Popular (Spanisch)

Älterer Bericht von Amnesty International


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