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IFFF/WILPF

Die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit ist eine internationale Nichtregierungsorganisation mit nationalen Sektionen in über 40 Ländern und allen Kontinenten dieser Welt. Die IFFF/WILPF besitzt Beraterstatus* bei verschiedenen Gremien der Vereinten Nationen (UN) mit einem internationalen Büro in Genf und einem New Yorker Büro, das sich vor allem der Arbeit der UN widmet.

WILPF ist die älteste Frauen-Friedensorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung mitten im ersten Weltkrieg 1915 in Den Haag richtet sie sich gegen alle Formen von Krieg und Gewalt. Sie war maßgeblich an der Gründung der Vereinten Nationen (UN) beteiligt. Die IFFF/WILPF beteiligt sich an internationalen Kongressen und Weltfrauenkonferenzen und setzt sich auf nationaler Ebene für ihre Ziele ein. Mehr über WILPF ›

Aktion Aufschrei

Bundesweite Veranstaltungstermine der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel unter: http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html.

Neuigkeiten

11.09. 2007

"Frauen für Frieden in Afghanistan"

Unter diesem Motto fand eine eindrucksvolle Aktion auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin statt, sozusagen als Generalprobe für die bundesweite Großdemo am kommenden Samstag, 15. September, die ebenfalls in Berlin stattfindet.

Zum Glück haben sich die dunklen Regenwolken im Laufe des späten Nachmittags verzogen, sodaß für das Gelingen der ideenreichen Demo-Choreographie beste Voraussetzungen gegeben waren als da zum Einsatz kamen: aufrüttelnde Plakate "Frauen und Kinder im Krieg", das beschwörende Leittransparent "Stoppt den Terror des Kriegs: humanitäre Hilfe braucht kein Militär", aus der Lautsprecheranlage heulende Bombengeräusche, wobei sich jedesmal alle Frauen vor den fallenden Bomben tief abducken, anklagende, mehrfach eindringlich wiederholte Slogans in Landessprache als auch in Deutsch, jedesmal skandiert durch alle DemonstrantInnen und viele Aktionen mehr. In den nachfolgenden Fotos habe ich versucht, die bewegendsten Eindrücke zu dokumentieren. Die Vorführungen dauerten über eine Stunde und wurden vom sehr interessierten Publikum, überwiegend sicher Touristen, positiv aufgenommen.

Danach formierte sich die Demo zum Marsch auf die US-Botschaft und anschließend zum Bundeskanzleramt. Beiden Einrichtungen wurde ein Brief der aus Afghanistan stammenden Tahera Chams übergeben, in dem sie einen sofortigen Abzug aller Truppen aus Afghanistan forderte. Der US-Botschaft durften wir uns erstaunlicherweise dicht bis auf Rufweite nähern - keiner anderen Demo wurde das meines Wissens je gestattet, vielleicht weil die Frauen ihren unbedingten Friedenswillen glaubhaft rüberbrachten? - Wie auch immer, danach verließ ich die Demo, denn langsam würde die Dämmerung hereinbrechen und ein Fotografieren mit meiner einfachen "Canon Power Shot 410" vor dem Bundeskanzleramt unmöglich machen.

Abschließend ist zu bilanzieren: die "Generalprobe" für den kommenden Samstag ist mehr als gelungen! Von den friedensbewegten Politikerinnen haben bezeichnenderweise nur Bundestagsabgeordnete von DIE LINKE, wie Gesine Lötzsch, Ulla Jelpke, Sevim Dagdelen und andere, teilgenommen. Von den Grünen, deren SpitzenpolitikerInnen bekanntlich Krieg zum Frieden umlügen wollen, habe ich niemanden gesehen, auch nicht Hans-Christian Ströbele, der doch sonst keiner Publicity aus dem Wege geht. Er wird doch hoffentlich nicht gedacht haben, an der Demo dürften nur Frauen teilnehmen?

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Autor: Bernd Kudanek alias bjk
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Neues Deutschland: Nein zum Afghanistankrieg
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