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Beiträge
Maria Mies
"Infobrief gegen Konzernherrschaft und neoliberale Politik", Publikationen und mehr
„Jenseits des Wachstums?!“ Dokumentation
Am 20.-22. Mai 2011, haben 2.500 Teilnehmenden in über 70 Veranstaltungen intensiv diskutiert, um nach Wegen in eine ökologisch und sozial gerechte Zukunft zu suchen. Texte, Audio, Video vom Kongress
z.B.: Stricken im Weltraum und die globalen Krisen – der lokale Ansatz der Transition-Town-Bewegung; Auftaktrede, Vandana Shiva (EN)
Homepage der Gender AG von Attac Deutschland
Geld oder Leben - Was uns wirklich reich macht
Ein neuer Teil unserer Webseite orientiert sich an dem Buch von Veronika Bennholdt-Thomsen Geld oder Leben - Was uns wirklich reich macht (Flyer). Das Buch beschäftigt sich mit der Frage, warum die Kultur der Geldökonomie eine Zwangsjacke ist und wie wir sie mit der Subsistenzperspektive – dem Blick auf das, was notwendig zum Leben ist - wieder ausziehen können.

Geld oder Leben von Veronika Bennholdt-Thomsen
Der Titel "Geld oder Leben" des Buchs von Veronika Bennholdt-Thomsen ist ein schnell gegriffenes Wort und trifft genau die Absicht der Autorin. Sie will die LeserInnen davon überzeugen, dass uns die kapitalistische Geldwirtschaft in jedem Fall verarmen lässt und Lebensqualität raubt. Nach Veronika Bennholdt-Thomsen liegt der Schlüssel zur wahren Nachhaltigkeit in der Entkommerzialisierung. Der Begriff Entkommerzialisierung meint kein politisches Programm, sondern eine Geisteshaltung. Die Autorin legt nahe sich dem Zugriff des maximierungswirtschaftlichen Zwangs zu entziehen und appelliert an die individuelle Verweigerung weiter der Warengesellschaft zu dienen. Die Entkommerzialisierung ist der direkte, individuelle Weg in die Subsistenzwirtschaft und nach ökosozialer Marktwirtschaft und Green Economy vielleicht die nächste Phase der Nachhaltigkeit.
Silke Helfrich schreibt in ihrer Rezension Sie verlassen jetzt den Tauschwertsektor (pdf 3 Seiten): "Veronika Bennholdt-Thomsen entfaltet den Facettenreichtum des Subsistenzbegriffs ... Die Befreiung der Subsistenz aus der Unsichtbarkeit, sich slebst zu versorgen und handwerklich tätig zu sein ist Teil eines Erkenntnisprozesses, der die Möglichkeiten einer Ermächtigung des Individuums gegenüber dem teuflischen System aufzeigt. Die Leserin auf der Anklagebank habt allmählich den Kopf."
Jörg Parsiegla bezeichnet Geld oder Leben als "Lektüretipp: durchbeißen, sacken lassen, nachdenken!" In seiner Rezension zu Geld oder Leben - Was uns wirklich reich macht (pdf 2 Seiten) äußert er sich zur Brisanz und Aktulität des Buches von Veronika Bennholdt-Thomsen: "Die Professorin an der Universität für Bodenkultur in Wien und Leiterin des außeruniversitären Instituts für Theorie und Praxis der Subsistenz in Bielefeld geht es um ein großes Thema der Zukunft: Was ist, wenn die Verwandlung des Geldes in Dinge, die wir zum Leben brauchen, nicht mehr klappt, weil sich das Geld in Luft aufgelöst hat? Zugegeben, ein auf den ersten Blick überspitzt erscheinendes Szenarium. Andererseits, angesichts der gegenwärtigen Systemkrise - Konjunkturpakete hin, Rettungsschirme her - eine nicht völlig aus der Luft gegriffene Frage."
Weitere Publikationen von Veronika Bennholdt-Thomsen

- Veronika Bennholdt-Thomsen, Foto: Sandra Sanchez
Die Politik der Subsistenzperspektive
"Worum geht es gegenwärtig? Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Die Stimmen, die von einer Zivilisationskrise sprechen, mehren sich. Damit ist gemeint, dass die Klima- und die Umweltkrise der sogenannten Naturkatastrophen, die Finanz- und Wirtschaftskrise, die Hungerkrise, die in Wirklichkeit eine „Krise“ der Nahrungsmittelpreise ist, sowie schließlich die Atomkatastrophe, beschönigend Krise der Atomkraft genannt, dass sie alle in einer einzigen Krise zusammenlaufen, nämlich der der Werte und der Kultur, in der die Werte eingebettet sind: Der Glaube an das Wirtschaftswachstum, das bei Strafe des Untergangs Einzelner, von Nationen und schließlich der gesamten Menschheit zu befolgen sei, hat sich weltweit verbreitet. Der Massenkonsum ist zum Stützpfeiler des Profitwachstums geworden, das Streben nach Profitwachstum wiederum befeuert den Konsumismus und zusammen münden sie in die Plünderung von Mensch und Natur. Wir brauchen einen Gesellschaftsvertrag, der auf der Wertschätzung der lebendigen Zusammenhänge beruht und nicht auf der Plünderung von Mensch und Natur zum Zweck von Profitmaximierung und Konsumwachstum.
Vortrag zum Kongress Perspektiven der Matriarchatspolitik, St. Gallen, Mai 2011 (pdf 8 Seiten)
Von der Fülle der Subsistenztätigkeiten und ihrem Verhältnis zur formellen Ökonomie
Es geht mir darum, die Aussage des Titels unserer Tagung, dass die Subsistenz für das 21. Jh. eine, wenn nicht die entscheidende Perspektive ist, emphatisch zu bestätigen. Worin aber kann der Beitrag der Wissenschaften speziell der Sozialwissenschaften liegen, die Subsistenzperspektive zu stärken? Dieser Frage werde ich anhand der kritischen Auseinandersetzung mit den Kategorien formelle/informelle Ökonomie nachgehen, dem Thema, zu dem zu sprechen, ich gebeten wurde. Sind sie hilfreich, fördern sie eine Orientierung auf die Subsistenz oder handelt es sich um ein Begriffspaar, das zu sehr der herrschenden Verwertungsideologie verpflichtet ist? Ferner geht es mir darum, aufzuzeigen, dass die Subsistenzperspektive eine konkrete Alternative zur Wachstumsökonomie ist und dass sie unmittelbar praktisch machbar ist.
Vortrag auf der Tagung Evangelische Akademie Tutzing, München, Mai 2007 (pdf 12 Seiten)
Auch von Veronika Bennholdt-Thomsen: Die Katastrophe in Japan und wir.
Arbeiterfotografie-Reportage: Vortrag und Lesung von Veronika Bennholdt-Thomsen, 7.09.2010 in Köln.