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Texte
- Antipatriarchales Netz/ Ariane Brenssell: Krieg ist Frieden: Feministisch – antipatriarchale Antikriegspolitik im globalen Norden. Friedensrhetorik – Kriegslogik
- Feministisches Institut der Heinrich-Böll-Stiftung: Feministische Theorieansätze in der Friedens- und Sicherheitspolitik. Perspektiven der Einflussnahme auf den UN-Sicherheitsrat (93 S. pdf)
1000 Friedensfrauen Weltweit
100 Jahre, nachdem Berta von Suttner als erste Frau den Friedensnobelpreis verliehen bekam, sind 2005 1000 Frauen aus über 150 Ländern gemeinsam für den berühmten Preis nominiert worden. Das Projekt hat jede Friedensfrau in dem 2000-seitigen Buch "1000 PeaceWomen Across the Globe" portraitiert. Jetzt sind Mitglieder von Women and Life on Earth mit anderen dabei, dieses Werk einem deutschsprachigen Publikum vorzustellen.
Mehr über das Projekt 1000 Friedensfrauen
Antimilitarismus und Feminismus in der Türkei
Ein Interview von Gisela Notz mit der Bewegungsaktivistin Ferda Ülker für die Zeitschrift Graswurzelrevolution (GWR) im August 2007.
Ferda Ülker lebt in der türkischen Millionenstadt Izmir. Seit Anfang der neunziger Jahre engagiert sich die antimilitaristische Feministin in den sozialen Bewegungen.
GWR: Du stellst Dich selbst als Feministin und Antimilitaristin vor. In Deutschland sind diese Begriffe aus der Mode gekommen. Warum verwendest Du sie weiter?
Ferda Ülker: Ich kenne die Diskussion aus Deutschland nicht, die Frauen dazu bewegt, sich von diesen Begriffen abzuwenden. Ich kann das nur mit Erstaunen zur Kenntnis nehmen.
Ich stelle mich immer noch als Feministin und Antimilitaristin vor, weil ich es immer noch bin.
Ich begreife auch die hinter diesen Begriffen stehenden Konzepte von gesellschaftlicher Analyse für die gesamte Gesellschaft für wichtig, nicht nur für mich als Frau. Mindestens für die Türkei, ein Land, das so vom Militarismus durchdrungen ist, dass er uns jeden Tag im Leben begegnet, prägt und in die Schranken weist, sind Feminismus und Antimilitarismus Konzepte, die Antworten auf viele Fragen geben können.
Ich bin davon überzeugt, dass wir eine gewaltfreie und freiheitliche Gesellschaft nur erreichen, wenn sich das emanzipatorische Verständnis, das dem Feminismus innewohnt, allgemein durchsetzt. Der Antimilitarismus mag ein notwendiges Phänom von Gesellschaften sein, die wie die Türkei eine Militärdiktatur hinter sich haben. Feminismus ist aber ein notwendiger Prozess durch den jede Gesellschaft gehen muss, wenn sie eine freie Gesellschaft werden soll.
Wir blicken auch in der Türkei stolz auf die Erfolge der Frauenbewegung, aber wir werden auch immer noch mit vielen Vorurteilen bedacht und ‘Feministin’ ist in weiten Kreisen immer noch ein Schimpfwort.
Ich nenne mich zusammen mit einer Gruppe von weiteren Frauen ’anfem’ - antimilitaristische Feministin -, um die unheilvolle Verbindung von Patriarchat und Militarismus aufzuzeigen, die eine entsprechende Gegenbewegung erfordert. Damit wollen wir auch aufzeigen, dass Militarismus kein Männerthema und Kriegsdienstverweigerung nicht nur für Männer eine Handlungsoption ist. So haben wir als Frauen uns öffentlich verweigert, dem Krieg zu dienen.
Das ganze Interview
Frauen für Frieden beim WSF 2007
Beim diesjährigen Weltsozialforum waren Frauen mit vielen Aktivitäten für den Frieden präsent. Wir haben einige Fotos zusammengestellt.
Frieden
Archive 2006
Hiroshima Tag 2006 und der Krieg in Libanon
Eine öffentlichen Lesung zum Hiroshima-Tag 06 in Wien von Claudia von Werlhof, Univ. Innsbruck.
Sie schreibt uns: "Ich finde, man muss die Interessenslage klarstellen, die diesen Krieg leiten."
Der Sturm auf das Gefängnis in Jericho ist ein Skandal
Pressemitteilung von Luisa Morgantini, Vorsitzende der Kommission für Entwicklung des Europa-Parlaments
Brüssel, 14. März 2006
Die Eskalation der Gewalt, die wir heute mit der Erstürmung des Gefängnisses in Jericho durch die Israelische Armee erleben, ist ein Skandal. Mit brutaler Gewalt dringt Israel immer wieder in palästinensisches Gebiet ein, um zu töten und zu quälen, und verletzt dabei zynisch Recht und Gesetz. Diesmal kann die israelische Armee nicht einmal als Entschuldigung anführen, sie habe auf einen Angriff reagiert. Die Haltung Israels offenbart nichts weiter als die erbarmungslose und grausame Logik von Blutrache und brutaler Kolonialherrschaft.
Brandstifter Biedermänner, oder Der Krieg beginnt in den Köpfen
Maria Mies im Februar '06:
Unter der obigen Überschrift schrieb ich vor genau vor einem Jahr, als der Mord von Theo van Gogh die Gemüter in Europa erhitzte, einen Artikel. In diesem Artikel bezeichnete ich Van Gogh als Brandstifter, denn er wusste, was er tat, als er meinte, er müsste mit seinem Film die muslimischen Frauen befreien. Vor nicht zwei Wochen strahlte CNN eine Filmserie aus über die „European Identity Crisis“. In dieser Reihe wurde die Geschichte um Van Gogh und seine bewusste Provokation, eine Sure auf einen nackten Frauenkörper zu projizieren noch einmal ausführlich dargestellt, einschließlich der brennenden Moscheen und Kirchen. Und der Filmer wurde als großer Held der europäischen Werte gefeiert.
Heute sind es die Karikaturen des Propheten Mohammed, dessen Turban in einer Bombe endet, veröffentlicht in einer dänischen Zeitung, die in der ganzen muslimischen Welt Empörung, eine Eskalation der Gewalt und die Forderung nach öffentlicher Entschuldigung durch die dänische Regierung nach sich zieht, was diese ablehnt.
Anläßlich des Internationalen Frauentags 2006:
Natürlich sagen wir NEIN ZUM KRIEG und schließen uns damit den Tausenden von Frauen an, deren Aufruf heute, am Internationalen Tag der Frau, der Öffentlichkeit übergeben wird.
Aber wir meinen: DAS REICHT NICHT. Es reicht nicht, dass wir Frauen sagen: es reicht. Wir müssen der Allianz der machtverblendeten Politiker, der profitbesessenen Konzernherren, der waffengeilen Militärs etwas entgegensetzen: unseren WIDERSTAND, unsere lösungsorientierte EINMISCHUNG und unseren unbedingten FRIEDENSWILLEN.
Die Mütter der Plaza de Mayo: Seit einem Vierteljahrhundert haben die Mütter der Plaza de Mayo einmal im Jahr 24 Stunden am Stück gegen die Verbrechen der argentinischen Diktatur protestiert. Am 25. Januar zum letzten Mal.
(TAZ Bericht aus Buenos Aires)
1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005
Frauen in Schwarz: internationale Reportagen
